HIP HOP, METAL, SKATEBOARDING, TECHNO, PUNK, ULTRAS, GOTHIC ODER EMO –

auf den ersten Blick zeigt diese Vielfalt an Jugendkulturen, wie viele verschiedene Aus- drucksmöglichkeiten sich junge Menschen heute schaffen. So entstehen spannende und reizvolle Dinge – neue Musik, neue Sportarten, Kunst, Mode. Außerdem bieten Jugendkulturen neue Wege, die man gehen kann, um etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.

Auf den zweiten Blick sind Jugendkulturen aber auch nicht frei von Problemen wie beispielsweise Diskriminierungen: Auch hier werden Menschen wegen tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale benachteiligt, ausgeschlossen oder angegriffen, oft weil sie nicht ins Bild passen.

In der Ausstellung Der z/weite Blick wollen wir Euch einen Einblick in die Problembereiche von Jugendkulturen geben und Euren Blick schärfen für verschiedene Formen von Diskriminierung. Uns ist es wichtig, dass Benachteiligungen in Jugendkulturen bewusst wahrgenommen werden. Wir haben einige Beispiele ausgewählt und wollen Euch anhand dieser zeigen, welche Formen und Aspekte von Diskriminierung es gibt: Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie. Diese Diskriminierungsformen – und andere, die hier nicht erwähnt werden – finden sich meist auch in vielen anderen Jugendkulturen und sind in weiten Teilen der Gesellschaft verbreitet.

Bei der Entstehung der Ausstellung haben wir uns viel mit diesen verschiedenen For- men von Diskriminierung beschäftigt. Wir haben bemerkt, dass wir alle Situationen ken- nen, in denen wir intolerant anderen gegenüber waren oder selbst benachteiligt worden sind. Wir alle haben Vorurteile, zum Beispiel wenn wir denken ›Das ist typisch Mädchen.‹ oder ›Das ist typisch Türke.‹. Ob absichtlich oder nicht, diese Vorurteile verletzen oft.

Der z/weite Blick soll Anregungen geben, über diese Dinge nachzudenken und die eigene Sicht zu hinterfragen. Es ist manchmal einfacher als gedacht, etwas zu ändern, und Jugendkulturen können hierfür eine wunderbare Plattform bieten.



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